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Erläuterungen zur Konzernbilanz

(16) Immaterielle Vermögenswerte

30 KB EXCEL
€ million Dec. 31, 2016 Dec. 31, 2015
Neither past due nor impaired 270 153
Past due, but not impaired
up to 3 months 3 1
up to 6 months 1
up to 12 months 2
up to 24 months 1 1
over 2 years
Impaired
Other receivables 277 155

Die Buchwerte von „Kundenbeziehungen, Marktzulassungen, Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte, Markennamen, Warenzeichen und Sonstiges“ sowie der Geschäfts- oder Firmenwerte ließen sich wie folgt den Unternehmensbereichen zuordnen:

29.5 KB EXCEL
€ million Dec. 31, 2016 Dec. 31, 2015 1
Raw materials and supplies 501 493
Work in progress 694 679
Finished goods / goods for resale 1,413 1,437
Inventories 2,607 2,610
1
Previous year’s figures have been adjusted, see “Acquisitions, assets held for sale and disposal groups”.

Kundenbeziehungen, Marktzulassungen, Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte, Markennamen, Warenzeichen und Sonstiges

Die Veränderungen im Konsolidierungskreis beinhalteten im Geschäftsjahr 2015 im Wesentlichen die Zugänge an immateriellen Vermögenswerten aus den Akquisitionen der Sigma-Aldrich Corporation, USA, sowie der Ormet Circuits, Inc., USA. Im Geschäftsjahr 2016 sind in den Veränderungen im Konsolidierungskreis insbesondere die Zugänge an immateriellen Vermögenswerten aus der Akquisition der BioControl Systems, Inc., USA, enthalten. Diese Akquisitionen und die zugehörigen Effekte sind in der Anmerkung (4) „Akquisitionen sowie zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen“ detailliert dargestellt.

Der Restbuchwert von „Kundenbeziehungen, Marktzulassungen, Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte, Markennamen, Warenzeichen und Sonstiges“ mit bestimmter Nutzungsdauer in Höhe von 9.462 Mio. € (Vorjahr: 10.507 Mio. €) beinhaltete vor allem die im Rahmen der Akquisitionen der Sigma-Aldrich Corporation, der AZ Electronic Materials S.A., der Millipore Corporation und der Serono SA identifizierten und aktivierten immateriellen Vermögenswerte. Der wesentliche Teil davon entfiel auf Kundenbeziehungen.

Die Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter Nutzungsdauer beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf 16 Mio. € (Vorjahr: 303 Mio. €) und entfielen in Höhe von 9 Mio. € im Wesentlichen auf den Unternehmensbereich Performance Materials.

Bei den immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter Nutzungsdauer ergaben sich in Geschäftsjahr 2016 Wertminderungen in Höhe von 94 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €). Eine Wertminderung des Co-Kommerzialisierungsrechts für Xalkori® in Höhe von 71 Mio. € entfiel auf den Unternehmensbereich Healthcare. Die Wertminderung wurde aufgrund eines zunehmend kompetitiven Umfelds für ALK-Inhibitoren und dementsprechend revidierter Gewinnerwartungen aus dem Co-Kommerzialisierungsrecht vorgenommen. Zudem wurde im Unternehmensbereich Performance Materials die Marke SAFC Hitech teilweise wertgemindert, da entschieden wurde, diese Marke ab dem 1. Januar 2018 nicht mehr zu verwenden. Dies führte zu einer Wertminderung in Höhe von 14 Mio. €. Im Unternehmensbereich Life Science wurden Wertminderungen in Höhe von 9 Mio. € vorgenommen, die im Wesentlichen auf eine nicht mehr genutzte Technologie zurückzuführen waren. Die Sachverhalte wurden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter den Wertminderungen ausgewiesen.

Bei den noch nicht nutzungsbereiten „Kundenbeziehungen, Marktzulassungen, Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte, Markennamen, Warenzeichen und Sonstiges“ handelte es sich überwiegend um Rechte, die Merck im Zusammenhang mit Wirkstoffen, Produkten oder Technologien erworben hatte und die sich noch im Forschungs- und Entwicklungsstadium befanden. Aufgrund der Unsicherheit, inwieweit diese Projekte letztlich zur Vermarktung verkaufsfähiger Produkte führen, war der Zeitraum, über den ein daraus resultierender aktivierter Vermögenswert einen Nutzenzufluss an das Unternehmen generieren wird, noch nicht bestimmbar. Die Abschreibung wird erst mit dem Zeitpunkt der Marktzulassung der Produkte beginnen und erfolgt linear über den kürzeren Zeitraum von Patent- beziehungsweise Vertragslaufzeit oder geschätzter Nutzungsdauer.

Die Wertminderungen auf noch nicht nutzungsbereite „Kundenbeziehungen, Marktzulassungen, Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte, Markennamen, Warenzeichen und Sonstiges“ in Höhe von 12 Mio. € (Vorjahr: 109 Mio. €) entfielen auf den Unternehmensbereich Healthcare und sind im Wesentlichen auf Entwicklungsprojekte, die nicht weiter verfolgt werden, zurückzuführen. Die Wertminderungen auf „Geleistete Anzahlungen und in Entwicklung befindliche Software“ in Höhe von 11 Mio. € sind auf eingestellte Softwareentwicklungen zurückzuführen. Die Wertminderung wurde in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter den Wertminderungen ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden direkt zurechenbare Fremdkapitalkosten auf qualifizierte Vermögenswerte in Höhe von 3 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €) aktiviert.

Im Berichtsjahr dienten keine immateriellen Vermögenswerte der Besicherung von Verbindlichkeiten.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Die Geschäfts- oder Firmenwerte entstanden vor allem im Rahmen der Akquisitionen der Sigma-Aldrich Corporation, der AZ Electronic Materials S.A., der Millipore Corporation und der Serono SA. Die währungsbedingten Änderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte resultierten nahezu ausschließlich aus der Umrechnung der zum Teil in US-Dollar geführten Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Akquisitionen der Sigma-Aldrich Corporation, der AZ Electronic Materials S.A. und der Millipore Corporation. Für weitere Angaben zu der Akquisition von Sigma-Aldrich wird auf Anmerkung (4) „Akquisitionen sowie zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen“ verwiesen.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden im Geschäftsjahr 2016 nicht wertgemindert. Die im Rahmen des Wertminderungstests der Geschäfts- oder Firmenwerte zugrunde gelegten Annahmen sind in Anmerkung (6) „Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten“ dargestellt.

(17) Sachanlagen

30.5 KB EXCEL
€ million Dec. 31, 2016 Dec. 31, 2015
Neither past due nor impaired 2,458 2,321
Past due, but not impaired
up to 3 months 232 234
up to 6 months 20 14
up to 12 months 8 5
up to 24 months 3 2
over 2 years 1
Impaired 168 162
Trade accounts receivable 2,889 2,738

Die Veränderungen im Konsolidierungskreis beinhalteten im Geschäftsjahr 2015 im Wesentlichen die Zugänge an Sachanlagen aus den Akquisitionen der Sigma-Aldrich Corporation, USA, sowie der Ormet Circuits, Inc., USA. Im Geschäftsjahr 2016 sind in den Veränderungen im Konsolidierungskreis die Zugänge an Sachanlagen aus der Akquisition der BioControl Systems, Inc., USA, sowie die Abgänge aufgrund der Veräußerung der pakistanischen Tochterunternehmen und der Entkonsolidierung der venezolanischen Gesellschaften enthalten. Eine detaillierte Darstellung der Akquisitionen findet sich in Anmerkung (4) „Akquisitionen sowie zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen“.

Wesentliche Zugänge bei den Anlagen im Bau sind auf die Errichtung einer neuen Konzernzentrale sowie den Bau eines Innovationszentrums am Standort Darmstadt zurückzuführen. Weitere Investitionen am Standort Darmstadt wurden in eine neue OLED-Produktionsanlage sowie ein neues Laborgebäude getätigt. Zusätzlich wurde in eine neue pharmazeutische Produktionsanlage in Nantong, China, sowie in die Produktionsstätten in Bari, Italien, und Reinbek investiert. Des Weiteren wurde am Standort Aubonne, Schweiz, weiter in den Bau einer neuen Verpackungsanlage und in die Erweiterung des Produktionsstandorts investiert. Die Umbuchungen der Anlagen im Bau beinhalteten im Wesentlichen abgeschlossene Teilprojekte in der Konzernzentrale am Standort Darmstadt sowie Investitionen in den USA, China, Frankreich und Spanien.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden Wertminderungen in Höhe von 11 Mio. € (Vorjahr: 14 Mio. €) vorgenommen. Diese betrafen größtenteils Vermögenswerte, die dem Unternehmensbereich Life Science zugeordnet waren. Die Wertaufholungen waren insgesamt unwesentlich.

Die der Besicherung von Finanzschulden dienenden Sachanlagen sowie öffentliche Zuschüsse und Subventionen waren unwesentlich.

Direkt zurechenbare Fremdkapitalkosten auf qualifizierte Vermögenswerte wurden in Höhe von 6 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €) aktiviert.

Die Buchwerte der als Finanzierungsleasing klassifizierten Vermögenswerte unterteilten sich wie folgt:

30 KB EXCEL
€ million 2016 2015
January 1 – 165 – 126
Additions – 52 – 84
Reversals 59 40
Utilizations 17 9
Change in scope of consolidation – 302 – 5
Currency translation and other changes – 20 1
December 31 – 464 – 165

(18) Finanzielle Vermögenswerte

29 KB EXCEL
€ million Dec. 31, 2016 Dec. 31, 2015
Cash, bank balances and cheques 662 578
Short-term cash investments (up to 3 months) 277 255
Cash and cash equivalents 939 832

Die zur Veräußerung verfügbaren kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte enthielten Anleihen in Höhe von 29 Mio. € (Vorjahr: 143 Mio. €).

Die langfristigen zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte beinhalteten im Wesentlichen Unternehmensbeteiligungen in Höhe von 112 Mio. € (Vorjahr: 88 Mio. €) sowie Anteile an wegen untergeordneter Bedeutung nicht konsolidierten Tochterunternehmen in Höhe von 24 Mio. € (Vorjahr: 22 Mio. €). Zudem wurden im Jahr 2016 erstmals Ansprüche auf zukünftige Meilensteinzahlungen im Zusammenhang mit der Veräußerung von Kuvan® erfasst (siehe Anmerkung (4) „Akquisitionen sowie zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen“).

Auf Unternehmensbeteiligungen und sonstige zur Veräußerung verfügbare langfristige finanzielle Vermögenswerte wurden Wertminderungen in Höhe von insgesamt 5 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €) vorgenommen. Bei den zur Veräußerung verfügbaren langfristigen finanziellen Vermögenswerten kam es zu erfolgsneutralen Marktwertanpassungen von 50 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €). Von diesen wurden bei der Veräußerung einer Minderheitsbeteiligung die zuvor erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfassten Marktwertanpassungen von – 31 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €) in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

Die in den finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Kredite und Forderungen sind weder überfällig noch wertberichtigt.

(19) Übrige Vermögenswerte

Die übrigen Vermögenswerte setzten sich folgendermaßen zusammen:

31.5 KB EXCEL
2016 2015
€ million E. Merck KG Merck KGaA E. Merck KG Merck KGaA
Result of E. Merck KG   – 6 – 20
Net income of Merck KGaA   556 494
Corporation tax   11 28
Basis for appropriation of profits (100%) – 6 567 – 20 522
Profit transfer to E. Merck KG
Ratio general partner's capital to total capital
(70.274%) 398 – 398 367 – 367
Profit transfer from E. Merck KG
Ratio of share capital to total capital
(29.726%) 2 – 2 6 – 6
Corporation tax   – 11 – 28
Net income   394 156 353 121

Die übrigen Forderungen enthielten kurzfristige Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von 124 Mio. € (Vorjahr: 35 Mio. €). Dieser Anstieg resultierte aus Erstattungsansprüchen gegenüber Gesellschaftern aus für diese abgeführten Steuern.

Zudem enthielten die übrigen Forderungen Lizenzforderungen in Höhe von 38 Mio. € (Vorjahr: 12 Mio. €).

Die Fälligkeiten der Buchwerte der übrigen Forderungen gegenüber Dritten stellten sich wie folgt dar:

32 KB EXCEL
2016 2015
€ million E. Merck KG Merck KGaA E. Merck KG Merck KGaA
Net income 394 156 353 121
         
Profit carried forward previous year 37 15 72 30
Withdrawal from revenue reserves
Transfer to revenue reserves
Retained earnings Merck KGaA   171   151
         
Withdrawal by E. Merck KG – 392   – 388  
Dividend proposal   – 155   – 136
Profit carried forward 39 16 37 15

Wie bereits im Vorjahr fanden im Berichtsjahr weder Wertberichtigungen noch Wertaufholungen auf übrige Forderungen statt.

(20) Vorräte

Im Einzelnen gliederten sich die Vorräte in folgende Posten:

31 KB EXCEL
€ million Dec. 31, 2016 Dec. 31, 2015
Present value of all defined benefit obligations 4,698 4,153
     
Fair value of the plan assets – 2,386 – 2,323
Funded status 2,312 1,830
     
Effects of asset ceilings 1
Net defined benefit liability recognized in the balance sheet 2,313 1,830
     
Assets from defined benefit plans 6
Provisions for pensions and other post-employment benefits 2,313 1,836

Die Abwertung des Vorratsvermögens in der Berichtsperiode belief sich auf 236 Mio. € (Vorjahr: 133 Mio. €). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der erstmaligen ganzjährigen Einbeziehung der Sigma-Aldrich Corporation, USA. Im Jahr 2016 wurden Wertaufholungen auf Vorräte in Höhe von 59 Mio. € (Vorjahr: 47 Mio. €) vorgenommen. Zum Bilanzstichtag dienten keine Vorräte der Besicherung von Verbindlichkeiten.

(21) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Fälligkeitsstruktur der Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellte sich wie folgt dar:

31 KB EXCEL
Germany Switzerland United Kingdom Other countries
2016 2015 2016 2015 2016 2015 2016 2015
Discount rate 1.90% 2.40% 0.60% 0.70% 2.69% 3.86% 3.08% 3.72%
Future salary increases 2.51% 2.50% 1.80% 1.80% 2.53% 2.42% 3.59% 3.80%
Future pension increases 1.75% 1.75% 3.10% 3.07% 1.68% 1.91%

Die entsprechenden Wertberichtigungen entwickelten sich wie folgt:

31 KB EXCEL
Germany Other countries Merck Group
€ million Dec. 31, 2016 Dec. 31, 2016 Dec. 31, 2016
Benefit based on final salary
Annuity 2,525 633 3,158
Lump sum 101 101
Installments 1 1
Benefit not based on final salary
Annuity 457 882 1,339
Lump sum 47 47
Installments 7 7
Other 12 12
Medical plan 33 33
Present value of defined benefit obligations 2,990 1,708 4,698

Die Veränderungen des Konsolidierungskreises resultierten aus Forderungen gegenüber den abgegangenen venezolanischen Gesellschaften, die in dieser Höhe wertberichtigt waren.

Im Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2016 wurden in Italien Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Nominalwert in Höhe von 54 Mio. € zu einem Preis von 53 Mio. € verkauft. In diesem Zusammenhang konnten bereits gebildete Wertberichtigungen in Höhe von 2 Mio. € aufgelöst und in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden. Aus den verkauften Forderungen bestehen keine weiteren Rückgriffsrechte gegenüber Merck.

(22) Ertragsteuererstattungsansprüche

Die Ertragsteuererstattungsansprüche betrugen 403 Mio. € (Vorjahr: 391 Mio. €). Die Steuererstattungsansprüche resultierten vor allem aus Steuervorauszahlungen, die über der tatsächlichen Steuerschuld für das abgelaufene Geschäftsjahr und frühere Geschäftsjahre lagen, und aus Erstattungsansprüchen für Vorjahre.

(23) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzten sich wie folgt zusammen:

29.5 KB EXCEL
€ million 2016 2015
Current service cost – 140 – 134
Past service cost 18
Gains (+) or losses (–) on settlement 11 1
Other effects recognized in income – 3 – 6
Interest expense – 92 – 83
Interest income 51 45
Total amount recognized as expenses (–) / income (+) – 155 – 177

Die Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 bilden, ist in der Konzernkapitalflussrechnung dargestellt.

In den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sind verfügungsbeschränkte Zahlungsmittel in Höhe von 238 Mio. € (Vorjahr: 327 Mio. €) enthalten. Die verfügungsbeschränkten Finanzmittel betrafen im Wesentlichen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bei Tochtergesellschaften, über die der Konzern aufgrund von Devisenverkehrskontrollen nur eingeschränkt verfügen kann.

Das maximale Ausfallrisiko entspricht dem Buchwert der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

(24) Eigenkapital

Gesellschaftskapital

Das Gesamtkapital der Gesellschaft setzt sich zusammen aus dem in Aktien eingeteilten Grundkapital sowie dem von der E. Merck KG als persönlich haftendem Gesellschafter gehaltenen Kapitalanteil. Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 168 Mio. € war zum Bilanzstichtag in 129.242.251 auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennbetrag sowie eine Namensaktie eingeteilt und wird als gezeichnetes Kapital ausgewiesen. Der bei der Ausgabe von Aktien durch die Merck KGaA über den Nennbetrag hinaus erzielte Betrag wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. Der vom persönlich haftenden Gesellschafter gehaltene Kapitalanteil belief sich auf 397 Mio. €.

Ergebnisanteil der E. Merck KG

Zwischen der E. Merck KG und der Merck KGaA besteht eine wechselseitige Ergebnisabführung. Durch diese wird erreicht, dass die E. Merck KG als Komplementär der Merck KGaA und die Kommanditaktionäre entsprechend dem Verhältnis von Komplementär- und Grundkapital (70,274 % beziehungsweise 29,726 % des Gesellschaftskapitals) am Ergebnis der Merck KGaA beteiligt werden.

Die Ergebnisaufteilung beruht auf den nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs ermittelten Jahresüberschüssen der E. Merck KG und der Merck KGaA. Diese Ergebnisse werden um die Gewerbeertragsteueraufwendungen oder -erträge beziehungsweise Körperschaftsteuer korrigiert und ergeben die der Ergebnisaufteilung zugrunde liegende Basis. Die Regelungen zur Bereinigung der Ergebnisse verweisen teilweise auf gesetzliche Vorschriften, die sich durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz geändert haben. Daher wurden auch die Bestimmungen für die Ergebnisaufteilung in den §§ 27 und 30 der Satzung angepasst, ohne dass sich daraus Auswirkungen auf die Höhe der Ergebnisaufteilung ergaben. Die gesetzlichen und satzungsmäßigen Änderungen wurden im Geschäftsjahr 2016 erstmals wirksam. Zur besseren Vergleichbarkeit wurde die Darstellung der Berechnung auch für das Vorjahr an die neuen Regelungen angepasst. Die satzungsmäßige gegenseitige Ergebnisabführung zwischen der E. Merck KG und der Merck KGaA stellte sich wie folgt dar:

32.5 KB EXCEL
€ million Funded
benefit
obligations
Benefit obligations funded
by provisions
2016 Funded
benefit
obligations
Benefit obligations funded
by provisions
2015
Present value of the defined benefit
obligations on January 1
3,810 343 4,153 3,504 309 3,813
Currency translation differences
recognized in equity
– 66 2 – 64 39 – 3 36
Currency translation differences
recognized in income
4 4 38 38
Current service cost 124 16 140 119 15 134
Past service cost – 18 – 18
Gains (–) or losses (+) on settlement – 11 – 11 – 1 – 1
Interest expense 84 8 92 76 7 83
Actuarial gains (–) / losses (+) 457 35 492 – 166 – 23 – 189
Contributions by plan participants 10 10 10 10
Pension payments – 101 – 8 – 109 – 146 – 7 – 153
Changes in the scope of consolidation – 2 – 2 343 43 386
Other effects recognized in income
Other changes 18 – 7 11 – 6 2 – 4
Present value of the defined benefit
obligations on December 31
4,311 387 4,698 3,810 343 4,153

Das der Ergebnisverteilung zugrunde liegende Ergebnis der E. Merck KG, angepasst um die Gewerbeertragsteuer, betrug – 6 Mio. € (Vorjahr: – 20 Mio. €). Hieraus resultierte eine Ergebnisübernahme der Merck KGaA in Höhe von – 2 Mio. € (Vorjahr: – 6 Mio. €). Der der Ergebnisverteilung zugrunde liegende Jahresüberschuss der Merck KGaA, angepasst um die Körperschaftsteuer, betrug 567 Mio. € (Vorjahr: 522 Mio. €). Von dem Ergebnis der Merck KGaA hat die E. Merck KG einen Gewinn in Höhe von 398 Mio. € übernommen (Vorjahr: 367 Mio. €). Zusätzlich ergab sich ein Aufwand aus Körperschaftsteuerbelastung in Höhe von 11 Mio. € (Vorjahr: 28 Mio. €). Die Körperschaftsteuer wird nur auf das Einkommen der Kommanditaktionäre berechnet. Ihr Äquivalent ist die auf die E. Merck KG entfallende Einkommensteuer. Diese ist jedoch unmittelbar von den Gesellschaftern der E. Merck KG zu entrichten und wird im Jahresabschluss nicht ausgewiesen.

Gewinnverwendung

Die von den Kommanditaktionären zu beschließende Gewinnausschüttung bestimmt zugleich die Höhe des für die E. Merck KG frei verfügbaren Ergebnisanteils. Beschließen die Kommanditaktionäre, einen Teil des ihnen zustehenden Bilanzgewinns der Merck KGaA auf neue Rechnung vorzutragen oder in die Gewinnrücklagen einzustellen, so ist die E. Merck KG verpflichtet, einen gemäß dem Verhältnis von Grund- und Komplementärkapital zu ermittelnden vergleichbaren Betrag bei der Merck KGaA in den Gewinnvortrag / die Gewinnrücklagen einzustellen. Somit wird sichergestellt, dass die Gewinnrücklagen und der Gewinnvortrag der Merck KGaA den Beteiligungsverhältnissen der Kommanditaktionäre einerseits und der E. Merck KG andererseits entsprechen. Für die Ausschüttung an die E. Merck KG steht also nur der Betrag zur freien Verfügung, der sich nach Saldierung der Ergebnisabführung der Merck KGaA mit der von der E. Merck KG zu erbringenden Einstellung beziehungsweise Entnahme aus den Rücklagen / dem Gewinnvortrag ergibt. Dieser Betrag entspricht beteiligungsäquivalent dem Betrag, der als Dividende an die Kommanditaktionäre ausgeschüttet wird.

30.5 KB EXCEL
€ million 2016 2015
Fair value of the plan assets on January 1 2,323 1,994
Currency translation differences recognized in equity – 62 35
Currency translation differences recognized in income 3 34
Interest income from plan assets 51 45
Actuarial gains (+) / losses (–) arising from experience adjustments 69 – 29
Employer contributions 35 30
Employee contributions 10 10
Pension payments from plan assets – 38 – 85
Changes in the scope of consolidation 293
Plan administration costs paid from the plan assets recognized in income – 2 – 2
Other effects recognized in income
Other changes – 3 – 2
Fair value of the plan assets on December 31 2,386 2,323

Für das Geschäftsjahr 2015 wurde je Aktie eine Dividende in Höhe von 1,05 € ausgeschüttet. Der Gewinnverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2016 sieht eine Ausschüttung von 1,20 € je Aktie vor. Der vorgeschlagene Ausschüttungsbetrag an die Kommanditaktionäre beläuft sich auf 155 Mio. € (Vorjahr: 136 Mio. €). Die Entnahme durch die E. Merck KG würde sich auf 392 Mio. € belaufen (Vorjahr: 388 Mio. €).

Rücklagenveränderung

Für das Jahr 2016 ergab sich eine Ergebnisabführung an die E. Merck KG einschließlich Rücklagenveränderung in Höhe von 466 Mio. €. Diese setzte sich zusammen aus der Gewinnübernahme durch die E. Merck KG (– 398 Mio. €), der Ergebnisabführung der E. Merck KG an die Merck KGaA (– 2 Mio. €), der Veränderung des Gewinnvortrags der E. Merck KG (2 Mio. €) sowie der Gewinnabführung der Merck & Cie an die E. Merck KG (– 68 Mio. €). Bei der Merck & Cie handelt es sich um eine Personengesellschaft Schweizer Rechts, die von der Merck KGaA beherrscht wird, jedoch das Ergebnis aus ihrem operativen Geschäft unmittelbar an die E. Merck KG ausschüttet. Bei dieser Ausschüttung handelt es sich um eine Zahlung an einen Anteilseigner, sodass sie ebenfalls als Eigenkapitalveränderung dargestellt wird.

Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Grundlage für die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter war das bilanzierte Eigenkapital der betreffenden Tochtergesellschaften, gegebenenfalls nach Anpassung an die Bilanzierungsmethoden des Merck-Konzerns sowie anteilige Konsolidierungsbuchungen.

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital und am Ergebnis beinhalteten im Wesentlichen die Fremdanteile an den börsennotierten Gesellschaften Merck Ltd., Indien, und P.T. Merck Tbk., Indonesien, sowie an der Gesellschaft Merck Ltd., Thailand.

(25) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Für die Mitarbeiter des Merck-Konzerns bestehen je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes unterschiedliche Systeme der Altersversorgung, die in der Regel auf der Dauer der Betriebszugehörigkeit und dem Entgelt der Mitarbeiter basieren. Die Pensionsverpflichtungen umfassen im Merck-Konzern sowohl leistungs- als auch beitragsorientierte Versorgungssysteme und enthalten sowohl Verpflichtungen aus laufenden Pensionen als auch Anwartschaften auf zukünftig zu zahlende Pensionen. Leistungsorientierte Altersversorgungssysteme sind im Merck-Konzern sowohl rückstellungs- als auch fondsfinanziert.

Um die Risiken veränderter Kapitalmarktbedingungen und anderer Entwicklungen zu begrenzen, werden neu eintretenden Mitarbeitern seit einigen Jahren ausschließlich Pläne angeboten, die nicht auf dem Endgehalt basieren.

Der in der Konzernbilanz erfasste Wert für „Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen“ leitete sich wie folgt her:

29.5 KB EXCEL
€ million 2016 2015
Effects of the asset ceilings on January 1
Currency translation differences recognized in equity
Interest expense
Actuarial gains (–) / losses (+) arising from changes in the effects of the asset ceilings 1
Effects of the asset ceilings on December 31 1

Die Berechnung der definierten Leistungsverpflichtungen sowie des in bestimmten Fällen zugehörigen Planvermögens beruhte auf folgenden versicherungsmathematischen Annahmen:

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€ million 2016 2015
Cumulative actuarial gains (+) / losses (–) recognized in equity on January 1 – 1,420 – 1,568
Currency translation differences 21 – 12
Remeasurements of defined benefit obligations
Actuarial gains (+) / losses (–) arising from changes in demographic assumptions 4 – 38
Actuarial gains (+) / losses (–) arising from changes in financial assumptions – 484 217
Actuarial gains (+) / losses (–) arising from experience adjustments – 12 10
Remeasurements of plan assets
Actuarial gains (+) / losses (–) arising from experience adjustments 69 – 29
Effects of the asset ceilings
Actuarial gains (+) / losses (–) – 1
Reclassification within retained earnings 3
Cumulative actuarial gains (+) / losses (–) recognized in equity on December 31 – 1,820 – 1,420

Es handelt sich dabei um Durchschnittswerte, die mit dem Barwert der jeweiligen definierten Leistungsverpflichtung gewichtet wurden.

Den definierten Leistungsverpflichtungen des Merck-Konzerns lagen folgende Arten der durch den jeweiligen Plan bereitgestellten Leistungen zugrunde:

30.5 KB EXCEL
Dec. 31, 2016 Dec. 31, 2015
€ million Quoted market price in an
active market
No quoted ­market price in an active market Total Quoted market price in an
active market
No quoted ­
market price in
an active market
Total
Cash and cash equivalents 72 72 27 27
Equity instruments 729 729 740 740
Debt instruments 968 968 958 958
Direct investments in real estate 102 102 98 98
Investment funds 379 379 370 370
Insurance contracts 82 82 79 79
Other 54 54 51 51
Fair value of the plan assets 2,202 184 2,386 2,146 177 2,323

Die wesentlichen Versorgungsregelungen sind im Folgenden beschrieben:

Auf Gesellschaften des Merck-Konzerns in Deutschland entfielen 2.990 Mio. € der definierten Leistungsverpflichtungen (Vorjahr: 2.560 Mio. €) und 1.116 Mio. € des Planvermögens (Vorjahr: 1.104 Mio. €). Davon entfiel jeweils der überwiegende Teil auf Versorgungspläne, die Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen umfassen. Diese Verpflichtungen basieren einerseits auf Versorgungsregelungen mit dienstzeitabhängigen, endgehaltsbezogenen Leistungszusagen, die für Neueintritte geschlossen wurden. Andererseits besteht für Eintritte seit dem 1. Januar 2005 eine Versorgungsregelung in Form einer Direktzusage, die nicht auf dem Endgehalt basiert. Der Leistungsanspruch ergibt sich dabei aus der Kumulation von jährlich ermittelten Rentenbausteinen, die auf Basis eines definierten Versorgungsaufwands und einer altersabhängigen Verrentungstabelle berechnet werden. Gesetzliche Mindestfinanzierungsverpflichtungen bestehen nicht.

Auf Versorgungspläne in der Schweiz entfielen 808 Mio. € der definierten Leistungsverpflichtungen (Vorjahr: 768 Mio. €) und 648 Mio. € des Planvermögens (Vorjahr: 600 Mio. €). Diese Verpflichtungen beruhten überwiegend auf der Gewährung von Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen, welche die gesetzlich vorgegebenen Leistungen umfassen. Es werden sowohl Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmerbeiträge an die Pensionskassen entrichtet. Es bestehen gesetzliche Mindestfinanzierungsverpflichtungen.

Auf Versorgungspläne in Großbritannien entfielen 549 Mio. € der definierten Leistungsverpflichtungen (Vorjahr: 500 Mio. €) und 460 Mio. € des Planvermögens (Vorjahr: 466 Mio. €). Diese Verpflichtungen ergaben sich überwiegend durch dienstzeitabhängige, endgehaltsbezogene Leistungspläne, die im Jahr 2006 für Neueintritte geschlossen wurden. Die zugesagten Leistungen umfassen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer entrichten Beiträge in die Pläne. Es bestehen gesetzliche Mindestfinanzierungsverpflichtungen.

In der Berichtsperiode wurden insgesamt folgende Posten ergebniswirksam erfasst:

24 KB EXCEL
€ million Litigation Restructuring Personnel Environmental protection Acceptance and follow-on obligations Other Total
January 1, 20161 492 92 339 127 121 221 1,392
Additions 85 17 151 27 15 54 349
Utilizations – 14 – 30 – 101 – 10 – 34 – 61 – 250
Release – 23 – 6 – 46 – 5 – 57 – 55 – 193
Interest portion 9 1 3 13
Currency translation 2 5 1 4 12
Changes in scope of consolidation / Other – 67 – 13 3 – 77
December 31, 2016 483 73 336 142 45 167 1,246
thereof: current 68 34 104 27 41 138 412
thereof: non-current 415 39 232 115 4 28 834
1
Figures have been adjusted, see “Acquisitions, assets held for sale and disposal groups”.

Bis auf den Saldo aus den Zinsaufwendungen auf die definierten Leistungsverpflichtungen und den Zinserträgen aus dem Planvermögen, der im Finanzergebnis ausgewiesen wird, werden die relevanten Aufwendungen für leistungs- und beitragsorientierte Versorgungssysteme auf die einzelnen Funktionsbereiche verteilt.

Während der Berichtsperiode veränderte sich der Barwert der definierten Leistungsverpflichtungen wie folgt:

32.5 KB EXCEL
2014 tranche 2015 tranche 2016 tranche
Performance cycle Jan. 1, 2014 –
Dec. 31, 2016
Jan. 1, 2015 –
Dec. 31, 2017
Jan. 1, 2016 –
Dec. 31, 2018
Term 3 years 3 years 3 years
Reference price of Merck shares in € (60-day average Merck share price prior to the start of the performance cycle) 122.841 74.53 87.92
DAX®value (60-day average of the DAX®prior to the start
of the performance cycle)
9,065.08 9,403.99 10,669.76
 
Potential number of MSUs
Potential number offered for the first time in 2014 355,164
Forfeited 21,247
MSUs granted to employees of the AZ Electronic Materials Group on May 2, 2014 22,865
Status as on Dec. 31, 2014 356,782
Potential number offered for the first time in 2015 609,799
Forfeited 23,541 21,447
Further additional granted MSUs 2,167
Status as on Dec. 31, 2015 335,408 588,352
Potential number offered for the first time in 2016 763,463
Forfeited 28,327 35,691 24,392
Status as on Dec. 31, 2016 307,081 552,661 739,071
1
Price of shares before share split in 2014.

Eine Sensitivitätsanalyse der wesentlichen Parameter wird in Anmerkung (6) „Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten“ offengelegt.

Der Zeitwert des Planvermögens veränderte sich im Laufe der Berichtsperiode wie folgt:

52 KB EXCEL

Book value
Dec. 31, 2016 € million
Book value
Dec. 31, 2015 € million
Maturity Interest rate
%
Nominal volume
million
Currency
Eurobond 2006 / 2016 214 June 2016 5.875% 250
Eurobond 2009 / 2016 60 Nov. 2016 4.000% 60
USD bond 2015 / 2017 238 March 2017 variable1 250 USD
Eurobond 2015 / 2017 699 Sept. 2017 variable2 700
Bonds (current) 937 274
Commercial paper 918 999
Bank loans 1,128 2,137
Liabilities to related parties 758 578
Loans from third parties and other financial liabilities 20 27
Liabilities from derivatives (financial transactions) 25 80
Finance lease liabilities 1 2
Current financial liabilities 3,788 4,097
 
USD bond 2015 / 2017 229 March 2017 variable1 250 USD
Eurobond 2015 / 2017 699 Sept. 2017 variable2 700
USD bond 2015 / 2018 380 366 March 2018 1.700% 400 USD
Eurobond 2015 / 2019 798 797 Sept. 2019 0.750% 800
Eurobond 2009 / 2019 69 69 Dec. 2019 4.250% 70
USD bond 2015 / 2020 712 684 March 2020 2.400% 750 USD
Eurobond 2010 / 2020 1,346 1,345 March 2020 4.500% 1,350
USD bond 2015 / 2022 947 910 March 2022 2.950% 1,000 USD
Eurobond 2015 / 2022 547 547 Sept. 2022 1.375% 550
USD bond 2015 / 2025 1,508 1,448 March 2025 3.250% 1,600 USD
Hybrid bond 2014 / 2074 990 988 Dec. 20743 2.625% 1,000
Hybrid bond 2014 / 2074 497 497 Dec. 20744 3.375% 500
Bonds (non-current) 7,794 8,578
Bank loans 850 869
Liabilities to related parties
Loans from third parties and other financial liabilities 59 63
Liabilities from derivatives (financial transactions) 103 104
Finance lease liabilities 2 3
Non-current financial liabilities 8,809 9,616
 
Financial liabilities 12,597 13,713
less:
Cash and cash equivalents 939 832
Current financial assets 145 227
Net financial debt 11,513 12,654
1
Interest rate: 0.35% spread over 3-month U.S. dollar LIBOR.
2
Interest rate: 0.23% spread over 3-month EURIBOR.
3
Merck has the right to prematurely repay this tranche of the hybrid bond issued in December 2014 for the first time in June 2021.
4
Merck has the right to prematurely repay this tranche of the hybrid bond issued in December 2014 for the first time in December 2024.

Der tatsächliche Ertrag aus dem Planvermögen betrug im Berichtsjahr 120 Mio. € (Vorjahr: 16 Mio. €).

Die Auswirkungen der Vermögensobergrenzen gemäß IAS 19.64 veränderten sich in der Berichtsperiode wie folgt:

32.5 KB EXCEL
Dec. 31, 2016 Dec. 31, 2015

€ million
Financing ­commitments from banks Utilization Financing ­commitments from banks Utilization Interest Maturity of ­financing ­commitments
Syndicated loan 2013 2,000 2,000 variable 2020
Loan agreement with banking syndicate for acquisition financing 400 400 1,600 1,600 variable 2018
Bilateral credit agreement with banks 700 700 700 700 variable 2019
Bilateral credit agreement with banks 400 400 400 400 variable 2020
Bilateral credit agreement with banks 250 250 250 250 variable 2022
Various bank credit lines 336 228 206 56 variable < 1 year
4,086 1,978 5,156 3,006

Die Entwicklung der kumulierten versicherungsmathematischen Gewinne (+) und Verluste (–) stellte sich folgendermaßen dar:

25 KB EXCEL
€ million current non-current Dec. 31, 2016 current non-current Dec. 31, 2015
Other financial liabilities 922 14 936 890 14 904
Liabilities from derivatives (operational) 71 34 105 46 14 61
Financial items 993 48 1,041 936 29 965
Accruals for personnel expenses 603 603 536 536
Deferred income 237 386 623 226 576 802
Advance payments received ­
from customers
12 12 15 15
Liabilities from non-income related taxes 103 5 108 105 4 109
Non-financial items 955 391 1,345 882 580 1,462
Other liabilities 1,947 439 2,386 1,819 609 2,427

Das Planvermögen für fondsfinanzierte definierte Leistungsverpflichtungen setzte sich im Wesentlichen aus festverzinslichen Wertpapieren, Aktien und Wertpapierfonds zusammen. Darin waren weder Finanzinstrumente, die von Gesellschaften des Merck-Konzerns emittiert wurden, noch von Konzerngesellschaften genutzte Immobilien direkt enthalten.

Das Planvermögen dient ausschließlich der Erfüllung der definierten Leistungsverpflichtungen. Die Unterlegung der Leistungsverpflichtungen mit Finanzmitteln stellt eine Vorsorge für künftige Mittelabflüsse dar, die in einigen Ländern (zum Beispiel Schweiz und Großbritannien) aufgrund bestehender gesetzlicher Vorgaben, in anderen Ländern (zum Beispiel Deutschland) auf freiwilliger Basis erfolgt.

Das Verhältnis zwischen dem beizulegenden Zeitwert des Planvermögens und dem Barwert der definierten Leistungsverpflichtungen bezeichnet man als Finanzierungsgrad des jeweiligen Pensionsplans. Übersteigen die Leistungsverpflichtungen das Planvermögen, stellt dies eine Planunterdeckung dar.

Zu beachten ist allerdings, dass sowohl die Leistungsverpflichtungen als auch das Planvermögen im Zeitablauf schwanken. Dies kann dazu führen, dass die Unterdeckung ansteigt. Je nach den anzuwendenden gesetzlichen Vorschriften könnte es für den Merck-Konzern in einzelnen Ländern notwendig werden, durch Zuführung liquider Mittel die Unterdeckung zu reduzieren. Gründe für solche Schwankungen können zum Beispiel Veränderungen des Marktzinses und damit des Abzinsungssatzes oder auch Anpassungen anderer versicherungsmathematischer Annahmen (zum Beispiel Lebenserwartung, Inflationsraten) sein.

Um solche Schwankungen möglichst gering ausfallen zu lassen, beachtet der Merck-Konzern bei der Vermögensverwaltung des Planvermögens auch die möglichen Schwankungen der Passivseite. Im Idealfall verhalten sich das Vermögen und die Verbindlichkeiten bei exogenen Einflussfaktoren gegenläufig, sodass insoweit ein natürlicher Schutz gegen diese Einflussfaktoren besteht.

Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens verteilte sich auf folgende Anlageklassen:

38 KB EXCEL

Information by business sector

Healthcare Life Science Performance Materials Corporate and Other Merck Group
€ million 2016 2015 2016 2015 2016 2015 2016 2015 2016 2015
Net sales1 6,855 6,934 5,658 3,355 2,511 2,556 15,024 12,845
Operating result (EBIT)2 1,593 1,097 556 301 823 878 – 492 – 432 2,481 1,843
Depreciation and amortization 746 752 797 372 237 242 25 18 1,805 1,383
Impairment losses 88 122 26 2 17 2 2 3 134 128
Reversals of impairment losses – 3 – 1 – 1 – 5 – 1
EBITDA2 2,425 1,970 1,378 674 1,077 1,120 – 465 – 411 4,415 3,354
Exceptionals2 – 297 31 274 182 29 12 69 51 75 276
EBITDA pre exceptionals (Segment result)2 2,128 2,002 1,652 856 1,106 1,132 – 396 – 360 4,490 3,630
EBITDA margin pre exceptionals (in % of net sales)2 31.0% 28.9% 29.2% 25.5% 44.1% 44.3% 29.9% 28.3%
Net operating assets2,3 5,600 5,813 21,853 21,624 4,146 4,170 200 113 31,798 31,720
Segment liabilities – 2,427 – 2,479 – 953 – 910 – 290 – 290 – 106 – 61 – 3,777 – 3,739
Investments in property, plant and equipment 4 315 232 254 133 96 103 51 45 716 514
Investments in intangible assets4 47 146 47 8 13 10 25 15 132 179
Net cash flows from operating activities 1,723 1,683 1,417 706 1,054 1,139 – 1,677 – 1,333 2,518 2,195
Business free cash flow2 1,648 1,581 1,144 676 1,011 931 – 485 – 421 3,318 2,766
1
Without intersegment sales.
2
Not defined by International Financial Reporting Standards (IFRS).
3
Previous year’s figures have been adjusted, see “Acquisitions, assets held for sale and disposal groups”.
4
According to the consolidated cash flow statement.

Die Einzahlungen des Arbeitgebers in das Planvermögen und die direkten Zahlungen an Planteilnehmer werden im folgenden Jahr voraussichtlich 35 Mio. € beziehungsweise 72 Mio. € betragen. Die gewichtete Duration betrug 21 Jahre.

Für beitragsorientierte Altersversorgungssysteme, die ausschließlich über externe Fonds finanziert werden und bei denen außer der Zahlung von Beiträgen keine weiteren Verpflichtungen für Gesellschaften des Merck-Konzerns bestehen, betrug der Aufwand aus den laufenden Beitragszahlungen 54 Mio. € (Vorjahr: 47 Mio. €). Ferner wurden an die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland Arbeitgeberbeiträge in Höhe von 67 Mio. € (Vorjahr: 63 Mio. €) und an gesetzliche Rentenversicherungen im Ausland Arbeitgeberbeiträge in Höhe von 42 Mio. € (Vorjahr: 35 Mio. €) abgeführt.

(26) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entwickelten sich wie folgt:

29 KB EXCEL

Information by country and region

Europe thereof: Germany thereof: Switzerland North America thereof: USA Asia-Pacific thereof: China Latin America Middle East and Africa Merck Group
€ million 2016 2015 2016 2015 2016 2015 2016 2015 2016 2015 2016 2015 2016 2015 2016 2015 2016 2015 2016 2015
Net sales by customer location1 4,735 4,103 983 851 238 160 3,858 2,723 3,668 2,567 4,736 4,241 1,356 1,105 1,136 1,265 559 513 15,024 12,845
Net sales by company location1 5,466 4,735 1,712 1,563 327 177 3,854 2,719 3,691 2,587 4,450 4,014 1,041 669 1,099 1,238 154 138 15,024 12,845
Intangible assets2 7,047 7,753 372 352 3,345 3,979 17,131 16,787 17,131 16,787 803 871 46 52 2 5 6 6 24,989 25,422
Property, plant and equipment2 2,554 2,401 1,187 1,104 548 527 1,015 1,026 1,013 1,024 504 443 172 124 110 93 49 44 4,230 4,008
Research and development costs – 1,697 – 1,510 – 763 – 835 – 840 – 530 – 184 – 124 – 184 – 121 – 61 – 45 – 25 – 12 – 21 – 24 – 12 – 7 – 1,976 – 1,709
Number of employees 24,438 23,429 12,450 11,938 2,078 1,946 10,037 9,794 9,874 9,629 10,754 11,096 2,999 2,619 4,140 4,352 1,045 942 50,414 49,613
1
Without intersegment sales.
2
Previous year’s figures have been adjusted, see “Acquisitions, assets held for sale and disposal groups”.

Rechtsstreitigkeiten

Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten beliefen sich zum 31. Dezember 2016 auf 483 Mio. € (Vorjahr: 492 Mio. €). Die im Folgenden beschriebenen Rechtsfälle stellen die bedeutendsten Rechtsrisiken dar.

Produktbezogene und patentrechtliche Auseinandersetzungen

Rebif®: Merck ist in einen Patentrechtsstreit mit Biogen Inc., USA, (Biogen) in den USA involviert. Biogen behauptet, der Verkauf von Rebif® in den USA verletze ein Patent von Biogen. Das streitgegenständliche Patent wurde Biogen im Jahr 2009 in den USA erteilt. In der Folge verklagte Biogen Merck sowie weitere Pharmaunternehmen wegen Verletzung dieses Patents. Merck verteidigte sich gegen sämtliche Vorwürfe und erhob Widerklage mit dem Antrag festzustellen, dass das Patent ungültig sei und durch das Verhalten von Merck nicht verletzt werde. Ein „Markman Hearing” fand im Januar 2012 statt, aus dem eine Entscheidung im 1. Quartal des Jahres 2016 erging, die das Verfahren erst wirklich in Gang setzte. Ein Urteil in der ersten Instanz wird derzeit für September 2017 erwartet. Parallel befinden sich die Parteien in einem vom Gericht angeordneten Mediationsverfahren, das noch nicht offiziell beendet ist, das aber bisher nicht zu einer Einigung geführt hat. Merck hat bilanzielle Vorsorgemaßnahmen getroffen. Ein Mittelabfluss wird nicht innerhalb der nächsten zwölf Monate erwartet.

PS-VA-Flüssigkristallmischungen: Im Unternehmensbereich Performance Materials ist Merck in einen Rechtsstreit mit JNC Corporation, Japan, (JNC) involviert. JNC behauptet, dass Merck mit der Produktion und dem Verkauf von bestimmten Flüssigkristallmischungen Patente von JNC verletze. Den von JNC behaupteten Patentverletzungen hält Merck die Invalidität der genannten Patente aufgrund des einschlägigen Stands der Technik entgegen und hat entsprechende Patentnichtigkeitsklagen eingereicht, die in der ersten Instanz in zwei Fällen bereits erfolgreich waren. Der Wettbewerber hat mittlerweile zwei Patentverletzungsklagen erhoben und Beschwerden im Fall der Nichtigkeitsklagen eingereicht. Merck hat entsprechende bilanzielle Vorsorgemaßnahmen getroffen. Es wird davon ausgegangen, dass es erst in den nächsten zwei bis fünf Jahren zu einer endgültigen Entscheidung und einem möglichen Ressourcenabfluss kommt.

Kartellrechtliche und sonstige Verfahren

Raptiva®: Im Dezember 2011 verklagte der Bundesstaat São Paulo, Brasilien, Merck auf Schadenersatz wegen angeblicher Absprachen zwischen verschiedenen Pharmaunternehmen und einer Vereinigung von an Psoriasis und Vitiligo erkrankten Patienten. Die Absprachen hätten auf eine Steigerung des Umsatzes von Arzneimitteln der involvierten Unternehmen zum Nachteil von Patienten und der Staatskasse abgezielt. Im Zusammenhang mit dem Produkt Raptiva® bestehen überdies auch Klagen von Patienten auf Schadenersatzleistungen. Merck hat bilanzielle Vorsorgemaßnahmen für diese Sachverhalte getroffen. Es handelt sich hier um verschiedene Rechtsfälle. Ein Mittelabfluss wird im Geschäftsjahr 2017 nicht erwartet.

Paroxetine: Im Zusammenhang mit dem veräußerten Generikageschäft ist Merck in Großbritannien wettbewerbsrechtlichen Ermittlungen durch die britische Competition and Market Authority (CMA) ausgesetzt. Die Behörde informierte Merck im März 2013 über die Annahme, dass eine im Jahr 2002 zwischen Generics (UK) Ltd. und mehreren GlaxoSmithKline-Gesellschaften im Zusammenhang mit dem antidepressiv wirkenden Arzneimittel Paroxetine geschlossene Vergleichsvereinbarung britisches und europäisches Wettbewerbsrecht verletze. Merck als damalige Eigentümerin von Generics (UK) Ltd. sei in die Verhandlungen der Vergleichsvereinbarung involviert gewesen und deshalb haftbar. Die Ermittlungen gegen Generics (UK) Ltd. liefen bereits seit dem Jahr 2011, ohne dass Merck Kenntnis hiervon hatte. Am 11. Februar 2016 wurde hierzu von der CMA ein Bußgeld erlassen, wogegen Merck Rechtsmittel eingelegt hat. Merck hat bilanzielle Vorsorgemaßnahmen getroffen. Eine Entscheidung und gegebenenfalls ein Ressourcenabfluss werden für das Jahr 2017 erwartet.

Markenrechte / Vertragsverletzung: Merck befindet sich in verschiedenen Rechtsstreitigkeiten mit dem US-amerikanischen Unternehmen Merck & Co. (außerhalb der USA und Kanada: Merck Sharp & Dohme (MSD)), unter anderem wegen Verletzung der zwischen den Unternehmen bestehenden Koexistenzvereinbarung und/oder Kennzeichenrechtsverletzung bezüglich der Verwendung des Kennzeichens „Merck“. Merck hat in diesem Zusammenhang in diversen Ländern Klage gegen MSD erhoben und wurde von MSD seinerseits in den USA verklagt. Eine Inanspruchnahme sowie ein damit einhergehender Ressourcenabfluss wurden durch Merck zum Bilanzstichtag ebenso wie im Vorjahr als nicht wahrscheinlich eingeschätzt (siehe Anmerkung (38) „Eventualverbindlichkeiten“). Merck hat daher allein bilanzielle Vorsorge für etwaige Kosten der Rechtsverteidigung getroffen. Ein Ressourcenabfluss für Rechtsberatungskosten wird teilweise bereits im Jahr 2017 erwartet.

Neben Rückstellungen für die genannten Rechtsfälle bestanden zum Bilanzstichtag Rückstellungen für verschiedene kleinere anhängige Rechtsstreitigkeiten.

Restrukturierung

Rückstellungen für Restrukturierung beinhalteten im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern im Zusammenhang mit Restrukturierungsprojekten und Rückstellungen für belastende Verträge. Der Ansatz erfolgte, nachdem detaillierte Restrukturierungspläne aufgestellt und bekanntgegeben worden waren.

Im Jahr 2012 wurde das Transformations- und Wachstumsprogramm „Fit für 2018“ aufgelegt. Ziel dieses Programms ist es, die Wettbewerbsfähigkeit und das Wachstum des Merck-Konzerns langfristig zu sichern. Die in diesem Zusammenhang am 31. Dezember 2016 bestehenden Rückstellungen in Höhe von 73 Mio. € (Vorjahr: 92 Mio. €) beinhalteten im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus Altersteilzeit- und Vorruhestandsregelungen. Die im Jahr 2016 geleisteten Auszahlungen in Höhe von 30 Mio. € sind im Wesentlichen auf Zahlungen an Mitarbeiter für Abfindungen oder Vorruhestandsregelungen zurückzuführen. Die Zahlungsmittelabflüsse der Restrukturierungsrückstellungen werden überwiegend innerhalb eines Zeitraums bis zum Jahr 2019 erwartet.

Leistungen an Arbeitnehmer / Anteilsbasierte Vergütung

In den Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer sind Verpflichtungen aus langfristigen variablen Vergütungsprogrammen enthalten. Bezüglich weiterer Informationen zu diesen Vergütungsprogrammen wird auf Anmerkung (65) „Anteilsbasierte Vergütungsprogramme“ verwiesen. In der nachfolgenden Tabelle werden die wesentlichen Parameter sowie die Entwicklung der Anzahl der in Aussicht gestellten Merck Share Units („MSUs“) für die einzelnen Tranchen dargestellt:

23 KB EXCEL
€ million 2016 2015
EBITDA pre exceptionals of the operating businesses1 4,887 3,990
Corporate and Other – 396 – 360
EBITDA pre exceptionals of the Merck Group1 4,490 3,630
Depreciation / amortization / impairment losses / reversals of impairment losses – 1,934 – 1,511
Exceptionals1 – 75 – 276
Operating result (EBIT)1 2,481 1,843
Financial result – 326 – 357
Profit before income tax 2,154 1,487
1
Not defined by International Financial Reporting Standards (IFRS).

Der Wert der Rückstellung betrug zum 31. Dezember 2016 133 Mio. € (Vorjahr: 124 Mio. €). Der Nettoaufwand für das Geschäftsjahr 2016 belief sich auf 76 Mio. € (Vorjahr: 64 Mio. €). Die im Geschäftsjahr 2013 ausgegebene dreijährige Tranche endete mit Ablauf des Jahres 2015 und wurde im Geschäftsjahr 2016 in Höhe von 68 Mio. € ausgezahlt.

Darüber hinaus wurden Altersteilzeitverpflichtungen und sonstige Abfindungen, die nicht im Zusammenhang mit dem Programm „Fit für 2018“ gebildet wurden, sowie Verpflichtungen aus Langzeitkonten und Jubiläumsgeldern in den Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer berücksichtigt.

Bezüglich der Rückstellungen für leistungsorientierte Pläne nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird auf Anmerkung (25) „Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen“ verwiesen.

Umweltschutzmaßnahmen

Die Rückstellungen für Umweltschutzmaßnahmen, insbesondere für Verpflichtungen aus Bodensanierungen und Grundwasserschutz, bestanden im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem im Jahr 1987 aufgegebenen Pflanzenschutzgeschäft in Deutschland und Lateinamerika.

Abnahmeverpflichtungen und Nachlaufkosten

Die Rückstellungen für Abnahmeverpflichtungen und Nachlaufkosten berücksichtigten im Wesentlichen Kosten für aufgegebene Forschungsprojekte sowie weitere Verpflichtungsüberschüsse aus sonstigen belastenden Verträgen. Die Inanspruchnahmen und Auflösungen waren auf die Abwicklung von in Vorjahren eingestellten Forschungsprojekten zurückzuführen.

Übrige sonstige Rückstellungen

Die übrigen sonstigen Rückstellungen beinhalteten im Wesentlichen Rückstellungen für sonstige Gewährleistungen, für ungewisse Verpflichtungen aus Beiträgen, Abgaben und Gebühren sowie für Zinsen und Strafzahlungen aus Betriebsprüfungen.

(27) Finanzschulden / Kapitalmanagement

Die Zusammensetzung der Finanzschulden sowie eine Überleitung zu den Nettofinanzverbindlichkeiten sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:

30.5 KB EXCEL
€ million 2016 2015
Restructuring costs – 22 – 48
Integration costs / IT costs – 193 – 78
Gains (+) / losses (–) on the divestment of businesses 304 – 2
Acquisition-related exceptionals – 153 – 133
Other exceptionals – 11 – 16
Exceptionals before impairment losses / reversals of impairment losses1 – 75 – 276
Impairment losses – 115 – 92
Reversals of impairment losses
Exceptionals (total)1 – 191 – 367
1
Not defined by International Financial Reporting Standards (IFRS).

Merck emittierte im März 2015 eine USD-Anleihe in fünf Tranchen und im August 2015 eine weitere Euro-Anleihe in drei Tranchen. Beide Emissionen waren Teil der Finanzierung für die Akquisition der Sigma-Aldrich Corporation, USA. Merck zahlte im Juni 2016 eine Euro-Anleihe über 212 Mio. € und im November 2016 eine weitere über 60 Mio. € zurück.

Bei der von der Merck KGaA begebenen Hybridanleihe 2014 / 2074 mit zwei Tranchen handelt es sich um eine Anleihe, die von den Ratingagenturen Standard & Poor’s, Moody’s und Scope nur zur Hälfte als zusätzliche Verschuldung angerechnet wird („Equity Credit Treatment“), sodass die Emission für das Rating vorteilhaft gegenüber einer klassischen Anleiheemission war. Bilanziell wird die Anleihe vollumfänglich als Fremdkapital erfasst.

Für die Finanzschulden des Merck-Konzerns sind keine Pfandrechte oder ähnlichen Sicherheiten hinterlegt. In den Kreditverträgen wurden keine Financial Covenants vereinbart. Die durchschnittlichen Fremdkapitalkosten des Merck-Konzerns lagen am Bilanzstichtag bei 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %).

Informationen zu den Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen sind der Anmerkung (45) „Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen“ zu entnehmen.

Kapitalmanagement

Ziel des Kapitalmanagements ist die Sicherstellung der finanziellen Flexibilität zur langfristigen Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs und zur Wahrnehmung strategischer Optionen. Die Beibehaltung eines stabilen Investment-Grade-Ratings, die Sicherung der Liquidität, die Begrenzung der finanzwirtschaftlichen Risiken sowie die Optimierung der Kapitalkosten sind Ziele der Finanzpolitik und setzen wichtige Rahmenbedingungen für das Kapitalmanagement. Die zuständigen Gremien entscheiden über die Kapitalstruktur der Bilanz, die Verwendung des Bilanzgewinns und die Höhe der Dividende. Dabei sind die Nettofinanzverbindlichkeiten eine der wichtigsten Kennzahlen im Rahmen des Kapitalmanagements.

Der Kapitalmarkt stellt für Merck traditionell eine wesentliche Finanzierungsquelle dar, unter anderem über die Ausgabe von Anleihen. Darüber hinaus verfügt Merck über eine im Jahr 2013 erneuerte Multi-Währungs-Betriebsmittelkreditlinie über 2 Mrd. € („Syndizierter Kredit 2013“). Der Kreditrahmen ist mit einem international zusammengesetzten Bankenkonsortium vereinbart und hat eine verbleibende Laufzeit bis März 2020. Zum Stichtag wurde diese Kreditlinie nicht in Anspruch genommen. Weiterhin stand Merck zur Deckung des kurzfristigen Kapitalbedarfs ein „Commercial Paper Program“ mit einem Volumen von 2 Mrd. € zur Verfügung, welches zum Berichtszeitpunkt mit 919 Mio. € (Vorjahr: 1 Mrd. €) in Anspruch genommen wurde. Aus einem zuletzt im Jahr 2015 aktualisierten „Debt Issuance Program“ bestanden zum 31. Dezember 2016 Verbindlichkeiten in Höhe von 3,47 Mrd. € (Vorjahr: 3,53 Mrd. €). Die zur Akquisitionsfinanzierung im Jahr 2014 etablierte Kreditvereinbarung mit einem Bankenkonsortium war zum Bilanzstichtag mit 400 Mio. € (Vorjahr: 1.600 Mio. €) in Anspruch genommen. Am 31. Dezember 2016 bestanden weitere Banklinien in Höhe von 336 Mio. € (Vorjahr: 206 Mio. €). Es lagen keine Anzeichen dafür vor, dass eingeräumte Kreditrahmen in ihrer Verfügbarkeit eingeschränkt waren.

Zum Stichtag bestanden folgende Finanzierungszusagen von Kreditinstituten gegenüber dem Merck-Konzern:

31 KB EXCEL
€ million 2016 2015
EBITDA pre exceptionals1 4,490 3,630
Investments in property, plant and equipment, software as well as
advance payments for intangible assets
– 859 – 609
Changes in inventories according to the consolidated balance sheet2 3 – 950
Changes in trade accounts receivable and receivables from royalties and licenses
according to the consolidated balance sheet
– 177 – 514
Adjustment first-time consolidation of Sigma-­Aldrich2 – 149 1,210
Adjustment first-time consolidation of BioControl Systems 10
Business free cash flow1 3,318 2,766
1
Not defined by International Financial Reporting Standards (IFRS).
2
Previous year’s figures have been adjusted, see “Acquisitions, assets held for sale and disposal groups”.

(28) Übrige Verbindlichkeiten

Die übrigen Verbindlichkeiten setzten sich wie folgt zusammen:

23.5 KB EXCEL
€ million Dec. 31, 2016 Dec. 31, 20151
Assets 38,251 38,081
Monetary assets (cash and cash equivalents,
current financial assets, loans and securities)
– 1,123 – 1,093
Non-operating receivables, income tax receivables, deferred taxes
and net defined benefit assets
– 1,542 – 1,484
Assets held for sale – 12 – 46
Operating assets (gross)2 35,575 35,458
Trade accounts payable – 2,048 – 1,921
Other operating liabilities – 1,729 – 1,818
Segment liabilities – 3,777 – 3,739
Operating assets (net)2 31,798 31,720
1
Previous year’s figures have been adjusted, see “Acquisitions, assets held for sale and disposal groups”.
2
Not defined by International Financial Reporting Standards (IFRS).

Die übrigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalteten zum 31. Dezember 2016 Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von 457 Mio. € (Vorjahr: 454 Mio. €). Hierbei handelte es sich um Gewinnansprüche der E. Merck KG. Des Weiteren waren in den übrigen Verbindlichkeiten Zinsabgrenzungen in Höhe von 98 Mio. € (Vorjahr: 97 Mio. €) sowie Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsabrechnungen in Höhe von 169 Mio. € (Vorjahr: 179 Mio. €) enthalten. Der restliche in den übrigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesene Betrag von 212 Mio. € (Vorjahr: 174 Mio. €) enthielt unter anderem Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungen sowie Zahlungsverpflichtungen aus vertraglichen Vereinbarungen mit anderen Unternehmen. Die weiteren Rechnungsabgrenzungen resultierten im Wesentlichen aus der Kollaborationsvereinbarung mit Pfizer Inc., USA, im Bereich der Immunonkologie und wurden im Berichtsjahr weiterhin planmäßig anteilig aufgelöst.

(29) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen 2.048 Mio. € (Vorjahr: 1.921 Mio. €).

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen waren auch Abgrenzungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 544 Mio. € (Vorjahr: 486 Mio. €) und Erlösminderungen in Höhe von 443 Mio. € (Vorjahr: 421 Mio. €) enthalten.

(30) Ertragsteuerverbindlichkeiten

Die Steuerschulden sowie die Rückstellungen für Steuerverpflichtungen beliefen sich zum 31. Dezember 2016 in Summe auf Ertragsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 883 Mio. € (Vorjahr: 1.011 Mio. €).